Der Höllteufel

War es am Anfang nur eine Idee? Hatten die Gründungsmitglieder im Jahr 1971 schon konkrete Vorstellungen wie ein Höllteufel auszusehen hat?

Im ersten Jahr nach der Gründung des Vereins hatte man beim Umzug am Fasendsonntag einen Wagen mit der Bezeichnung Teufelskanzel mit dabei. Man wollte an die Teufelskanzel im Reichenbacher Wald erinnern. Mit an Bord war ein Teufel namens Sixtus Wußler, der jedoch noch keine Holzmaske trug. Am Abend wurde dann anhand einer Matrize der erste Höllteufel vorgestellt. Auch 1973 war die Teufelskanzel wieder mit dabei beim sonntäglichen Umzug. Nach dieser Fasend trat man in Kontakt mit dem Waldkircher Schnitzer Tränkle, der dann auch den Entwurf für die erste Holzmaske machte. Im Dezember 1973 legte Herr Tränkle den begeisterten Reichenbacher Narren die erste Maske vor. Von den Vorschlägen des Schnitzers angetan, beschloß man für die Fasend 1974 zehn Masken zu bestellen. Leider konnte der Schnitzer bis zur Fasend 1974 nur drei Masken fertig stellen. Zum Stückpreis von 190 DM konnten die Masken gekauft werden. Unter den Mitgliedern musste gelost werden. Die ersten Kostüme wurden von Hildegard Stern und Anna Huber angefertigt. Somit hatte der Reichenbacher Höllteufel seinen ersten großen Auftritt beim Umzug im Jahr 1974. Aus Altersgründen konnte Herr Tränkle keine weiteren Masken für die Reichenbacher herstellen. Man suchte einen neuen Schnitzer und wurde im Prechtal fündig. Bei Franz Lang wurden 22 Masken bestellt und auch prompt geliefert. Bereits 1975 beschloss man die Fasend im Richebach besonders zu eröffnen. Was lag näher, wie zum Höllhof zu fahren und die Teufel aus der „Höll“ zu holen. Im Jahr 1975 war dann auch die erste Umzugteilnahme beim Nachtumzug in Schutterwald.

Der Höllteufel hat sich immer wieder gewandelt in den letzten 30 Jahren. Die Konturen des Gesichts wurden abhängig vom Schnitzer mal schelmisch, ein anderes Mal teuflisch grinsend dargestellt. Mit dem zunfteigenen Schnitzer Herbert Boschert hatte man zeitweilig eine Rückkehr zu den Urmasken. Diesen Trend setzt auch der derzeitige Schnitzer der Masken, Berthold Eble aus Nordrach fort.

Der Spruch der Höllteufel lautet seit 1982 „De’ Deifel hol’s“